Gesellschaft für Tönninger Stadtgeschichte
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Laufende Meldungen

2025/01/15 Heft 38 online verfügbar

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2025

Mitteilungshefte, die nur noch in sehr geringer Stückzahl gedruckt vorliegen werden von uns digitalisiert. Die Beiträge können dann einfach als PDF heruntergeladen werden.

 

Beitrag Autoren HeftNr. Jahr   Seite
Aktivitäten 2018 bis 2020 Kohlus, Jörn & Mai, Klaus-Dieter 38 2020 3
Tönning und die Briten während der Napoleonischen Kriege Kaack, Elisabeth 38 2020 10
Sir Ferdinand Mueller - Regionale Rezeption und Eigendarstellung Kohlus, Jörn 38 2020 24
Personennamen in Ortsbezeichnungen. Zu Ferdinand Muellers Rezeption in geografischen Namen Kohlus, Jörn 38 2020 37
Die internationale Rezeption von Naturwissenschaftlern am Beispiel Ferdinand von Mueller Kohlus, Jörn 38 2020 58
Die ersten Juden in Tönning Kokot, Waltraud 38 2020 72
Tod einer ehrbaren Witwe Kokot, Waltraud 38 2020 81
Tönninger Erinnerungen: Interview mit Manfred Sopha, früher Fischer Kohlus, Jörn 38 2020 95
Aus dem Stadtarchiv: James Smithsons Beschwerdebriefe aus Tönning (1807) Kaack, Elisabeth 38 2020 105
Aus unserer Sammlung: "Kindliche Figur" auf Schildkröte Nikol, Petra 38 2020 108
Schluss-Strich: Historischen Schmiede in der Westerstrasse Kokot, Waltraud 38 2020 126
Lesevorschlag: Jochen Missfeldt. Sturm und Stille Mester-Römmer, Gisela 38 2020 128
Ereignisse in Tönning 2018 und 2019 Redaktion 38 2020 130

 

2025/01/13 - Eine alte Vase für die Sammlung

Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2026

Touristisches Mitbringsel: eine Vase mit Motiv des Tönninger Marktplatzes aus dem 19. Jh. 

Von Peter Krüger erhielten wir die unten gezeigte Vase aus der Zeit um 1900. Ein Mitbringsel aus Tönning für die frühen Touristen.

Man sieht, dass sich das Stadtbild austauschen lässt und so das Produkt an andere Orte angepasst werden kann. Im Haus Peters in Tetenbüll finden sich ähnliche Stücke - Tassen, Kännchen - mit Motiven von Tetenbüll und Friedrichstadt im Haus Peters.

Auffällig ist unterhalb des Tönning-Bildes das Edelweiß, hier wird deutlich, dass das Produkt gar nicht für die Verwendung im norddeutschen Raum gedacht war.

 

2024/10/14 Um 19:00 Uhr - Die Kuh und das Meer: Nachlese

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2024
  • Vortrag

Rinderhandel über das Meer seit der Frühgeschichte

Veranstaltungsreihe "Von Eiderstedt in die Welt" von Haus Peters und der Gesellschaft für Tönninger Stadtgeschichte.

Vortrag von Elisabeth Kaack
Packhaus, 1. Stock

Rinder als Symbole

Aus: Eiderstedter Nachrichten, 1904

Die Referentin zeigte uns die Entwicklung eines gewaltigen Viehhandels über die Jahrhunderte auf. Bis auf den letzten Stuhl, der aus Nachbarräumen herangeholt werden musste, waren alle Plätze beim Vortrag dieser regional bekannten Referentin besetzt. 

In der Wikingerzeit stehen Eiderstedter Kühe, Bullen und Ochsen in Haithabu, dem großen wikingerzeitlichen Im-und Exporthafen an der Schlei, zum Verkauf.
Während der Frühen Neuzeit produzieren Niederländern Käse in Eiderstedt, er wird der Hit der europäischen feinen Küche und auch in großen Mengen in die Niederlande exportiert. Im 19. Jh. war Groß Britannien mit der Industrialisierung den anderen europäischen Nationen weit voran. Die englischen Städte wuchsen mit großer Geschwindigkeit und die Einkommen gingen nach oben, damit auch der Wunsch vieler Familien nach Fleisch auf dem Teller. Zigtausende von Eiderstedter Rindern vorsorgen die Bewohner Londons und der englischen Midlands mit dem begehrten Roastbeef und spülen viel Geld in die Eiderstedter Kassen.

Bild vom Vortrag

2024/10/04 - 19:00 Uhr - Eine Linie drei Endstationen: Nachlese

Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2024
  • Vortrag

Bahnanschluss und Bahnbetrieb in Tönning (Teil 1)

Veranstaltungsreihe "Von Eiderstedt in die Welt" von Haus Peters und der Gesellschaft für Tönninger Stadtgeschichte.

Vortrag von von Hannes Matthießen, St. Peter Ording
Packhaus, 1. Stock

Bahnanlage Güterbereich ca. 1900

 

Über eine Bahnstrecke nach Tönning wurde bereits eine Woche nach der ersten deutschen Bahnfahrt von Nürnberg nach Fürth gesprochen. Sie wurde dann durch den englischen Investor Peto nach Lizensierung durch den dänischen König erbaut. Ihm ging es vor allem um den Viehtransport. Daneben stellten sich aber der allgemeine Waren- und Personentransport.

Der kenntnisreiche Referent führte uns von der Entstehung der Bahnverbindung zur ihrer wechselhaften Nutzung und Gestaltung bis in den 2. Weltkrieg hinein. Von Tönning begann der Bau der Westküstenanbindung von Flensburg zu dänischer Zeit. Der englische Investor hatte zwar auch den lukrativen Viehhandel im Blick, aber es dürfte ihm auch um eine weitere Querungsalternative zwischen Nord- und Ostsee gegangen sein. 

Die Bahnstation wurde zügig um viele Gleise erweitert. Hinter dem Bahnhof ging es weiter zur Eider an die Kohlenbrücke an der der wichtige Brennstoff aufgeladen und weiter quer durch Schleswig-Holstein transportiert wurde. Mit etwa 60 Wagons Kohle je Tag dürfte zu rechnen gewesen sein. Zwei Drehscheiben ermöglichten es, Wagons auf den Anleger direkt zum Schiff zu bringen, eine wichtige technische Hilfe in einer Zeit wo die meisten Arbeiten noch per Hand verrichtet werden mussten. Zudem lief dahin eine auf hochgelegten Gleisen (siehe oben) laufende Lorenbahn, die die Kohle in ein Kokswerk auf dem Bahnhofsgelände brachten.

Der im Hintergrund leuchtende Lagerschuppen wurde bereits mit der Strecke eingerichtet, ein befahrbarer Güterschuppen - und damit eine hochmoderne Einrichtung. Viele bauliche Veränderungen lassen sich am Gebäude nachvollziehen.

Weitere Gleisstränge zogen sich zur anderen Seite am Eiderufer hin und bis zum Packhaus am Hafen.

Der Bahnhof ist auf der oben gezeigten Postkarte wegretuschiert. 

Vortrag zur Bahngeschichte

Obwohl der Vortrag weit über eine Stunde lief, blieb er spannend und war von hoher inhaltlicher Dichte. Es soll im nächsten Herbst eine Fortsetzung zum 20. Jahrhundert der Nachkriegszeit finden. Wir werden hier berichten.

  

 

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